Pressemitteilung der BAG der Fanprojekte zur Tagung in Leipzig

Leipzig, 5. September 2013

„Polemik tötet den Dialog“. 20. Jahrestagung der sozialpädagogischen
Fanprojekte

Vom 3. bis 5. September fand in Leipzig die 20. Jahrestagung der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) statt. Über einhundert MitarbeiterInnen
aus allen bundesweit 51 sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekten trafen sich in der
sächsischen Metropole zum alljährlichen Fachaustausch. „Die BAG konnte hierbei auf die
hervorragende Kooperation mit ihrem Regionalverbund Ost sowie insbesondere mit dem
Fanprojekt Leipzig und dessen Träger Outlaw gGmbh zurückgreifen“, so BAG-Sprecher
Thomas Beckmann.

Aus aktuellem Anlass diskutierten die Fanprojekt-MitarbeiterInnen die Haltung der deutschen
Polizeigewerkschaften zu der Kritik an Polizeieinsätzen im Fußballumfeld. Die BAG hält es
für notwendig, dass die Polizei eine neue Kultur der Kommunikation und Selbstreflexion
entwickelt. „Pauschale und polemische Verurteilungen von Fußballfans entsprechen nicht
dem Geist des Dialogs, wie er im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit verankert ist“,
sagt BAG-Sprecher Matthias Stein. Dass nun erste Fanorganisationen (HSV-Supporters
Club, ProFans, Unsere Kurve) öffentlich die Gesprächsbereitschaft mit dem Vorsitzenden
der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, aufgekündigt haben, ist ein
deutliches Zeichen.

Das Programm der Tagung stand im Zeichen der sich weiter entwickelnden Fußball- und
Fankultur und den daraus erwachsenden Anforderungen an professionelle Fansozialarbeit.
Am Anfang standen die Ausführungen von Prof. Dr. Albert Scherr von der Pädagogischen
Hochschule Freiburg zur „Fanprojekt-Arbeit im Räderwerk der Systeme“. Er unterzog die
derzeitige Situation der Fansozialarbeit innerhalb der Fußballinstitutionen einer kritischen
Bestandsaufnahme.

Die Workshops griffen Themen auf, mit denen sich die Fanprojekt-MitarbeiterInnen im
Arbeitsalltag vordringlich befassen: Rassismus und Suchtproblematiken, aber auch die
Erhaltung von Freiräumen für kreative Fankultur sowie der Umgang mit neuen Medien
gewinnen an Bedeutung. Angesichts eines stetig wachsenden Arbeitsauftrages wurden auch
die strukturellen wie formalen Arbeitsbedingungen der Fanprojekte in den Fokus genommen.

Am Schlusstag wurden die beiden Sprecher der BAG, Thomas Beckmann (Fanprojekt
Mainz) und Matthias Stein (Fanprojekt Jena), einstimmig wiedergewählt. Die BAG wird auch
in Zukunft daran arbeiten, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und der Fankultur eine
professionelle Sozialarbeit an die Seite zu stellen.

i.A. Thomas Beckmann und Matthias Stein, Sprecher der BAG

Kontakt:
Thomas Beckmann
Fanprojekt Mainz e.V.
Tel.: 06131 238522
Fax: 06131 912723
E-Mail: thomas.beckmann@bag-fanprojekte.de

Matthias Stein
Fanprojekt Jena
Tel.: 03641 478590
Fax: 03641 765123
E-Mail: matthias.stein@bag-fanprojekte.de

 


„Intitiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei“

Fußballfans aus ganz Bayern fordern gemeinsam die Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte.

31.08.2013

Die Nürnberger Fanszene beteiligte sich beim Heimspiel 1. FCN gegen den FC Augsburg an der von der „Initiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei“
ins Leben gerufenen, bayernweiten Aktion.

1. FC Nürnberg - FC Augsburg

27.08.2013
Pressemitteilung der „Initiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei“

Fußballfans aus ganz Bayern fordern gemeinsam die Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte

Über alle sportlichen Rivalitäten hinweg und in noch nie da gewesener Einigkeit fordern die Fanszenen des TSV 1860 München und des FC Bayern München, der SpVgg Greuther Fürth und des 1. FC Nürnberg, des FC Augsburg und des FC Ingolstadt 04 sowie die Anhänger der Traditionsvereine der dritten Bundesliga und der Regionalliga Bayern am kommenden Spieltag in allen Stadien lautstark und auf Spruchbändern die Einführung der Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte in geschlossenen Einheiten.

Zwei Wochen vor der Landtagswahl wird der Politik deutlich gemacht werden, dass die Fans aus ganz Bayern den Einsatz von weder durch Namen noch durch Nummern identifizier- und individualisierbarer Polizisten nicht länger hinnehmen werden.

Rund um Fußballspiele kam und kommt es häufig zu solchem Fehlverhalten geschlossener Einheiten. Ohne tatsächliche oder auch nur vermeintliche Rechtfertigungsgründe seitens der Polizei erfolgte Einsätze von Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Fußballfans durch das Unterstützungskommando (USK) wie beim Pokalspiel der Spielvereinigung Fürth gegen den FC Bayern im Jahre 2010 oder beim kleinen Lokalderby zwischen den Bayern und 1860 in München im Jahre 2007 seien hier als Beispiele genannt. Nicht nur in diesen beiden Fällen scheiterte die juristische Aufarbeitung der für die Staatsanwaltschaft zweifelsfrei nachgewiesenen Straftaten und Körperverletzungen durch Polizeibeamte allein daran, dass die Täter uniformiert, behelmt und somit quasi „vermummt“ und durch keinerlei Unterscheidungsmerkmal gekennzeichnet zu Werke gehen konnten.

Abhilfe schaffen kann hier die obligatorische Kennzeichnung von Polizisten im Einsatz durch große, gut lesbare Zahlenkombinationen, wie sie die „Initiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei“ schon seit längerem fordert.

Eine solche Kennzeichnungspflicht ist in den meisten europäischen Ländern und in anderen deutschen Bundesländern bereits Standard und wird sowohl vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als auch von den für Menschenrechtsfragen zuständigen Kommissaren der EU und der UN vorgeschrieben.

Das bayerische Innenministerium verweigert sich allerdings ebenso wie die Polizeigewerkschaften einer solchen Kennzeichnungspflicht schon seit vielen Jahren ohne jedes nachvollziehbare Gegenargument.

Für Nachfragen zum Thema steht Ihnen Herbert Schröger von der „Initiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei“ gerne telefonisch unter
0178 359 50 91
oder per Mail unter
h.schroeger60@plus.cablesurf.de
zur Verfügung.


RECHTzeitig – Kostenlose Rechtsberatung für Kinder und Jugendliche

28.02.2013

Schwarzfahren | Mobbing | Täter-Opfer-Ausgleich | Sozialstunden | Drogenbesitz | Schlägerei | Graffitisprayen | Sachbeschädigung | Gerichtskosten | Polizeivorladung | (Ab)Mahnungen | Diebstahl | Ruhestörung | Körperverletzung | Stalking | Bußgeld | Antragsverfahren | Vermieterstress | Gläubigerdrohung – all das in unverständlichem Behördendeutsch…

UND DANN? Ratlosigkeit!
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Die etwas andere Stellungnahme des Fanprojekts Nürnberg zum verabschiedeten DFL Papier

 

14.12.2012

 

So, nun ist es verabschiedet, das DFL-Papier „Sicheres Stadionerlebnis“. In den letzten Tagen konnte man wieder mal sehen wie sich „Medien-Hype“ verselbständigen kann und man den Eindruck hatte, der Fortbestand der BRD steht auf dem Spiel.

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